Die Stärke von Hannelores Blog besteht darin, daß es einem ermöglicht, einen erfrischend anderen Blick auf vieles Altgewohnt-Alltägliche zu werfen. “Matriarchat” heißt hier nicht, eine neue, feministische Ideologie als Konkurrenz zur aktuell herrschenden (des Patriarchats) aufzubauen, sondern der Enge der starren Konventionen eine Offenheit gegenüberzustellen, die weit mehr sein kann als nur schöne neue Theorie. Das beginnt mit der offeneren Sicht, dem sensiblen, genau beobachtenden Hinschauen und Sich-Einfühlen, und es endet noch lange nicht dabei, es für sich selbst ganz konkret zu praktizieren. Irgendeiner muß es ja tun, denken, vorleben.
Der Artikel Videosharing greift die mir nur zu bekannte Frage der angeblichen Entblößung und Selbstentblößung durch offene Kommunikation auf und blickt auf die tiefere dahinterstehende Bedeutungsebene — wie oft wurde das in den Anfängen des Internets thematisiert, nur um gleichzeitig wieder tabuisiert zu werden! Was wirklich dahintersteckt: Scheinheiligkeit, Verlogenheit, falsche persönliche Fassaden — endlich wird das offen angesprochen, und zwar aus der richtigen Perspektive heraus!

2 comments
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20. März 2008, 0:40 um 0:40
Hannelore
Hallo Gerd-Lothar,
jetzt will ich mich schon seit 2+ Stunden bei dir für deinen Beitrag bedanken. Aber auf der Suche nach einer Email-Adresse, bin ich ständig bei Artikeln hier hängen geblieben… und kein Ende abzusehen.
Also nutze ich die Kommentarfunktion: Es war ganz wichtig und erhellend zu lesen, *was* du in meinem Blog und dem Beitrag siehst. Dadurch eröffnet sich auch mir ein neuer Blickwinkel und ich gewinne selbst mehr Klarheit über den Sumpf, den ich beschreibe. Sehr inspirierend!
20. März 2008, 16:58 um 16:58
Gerd-Lothar
Liebe Hannelore,
der Dank gebührt natürlich vor allem Dir, wegen Deiner hervorragenden Arbeit. Denn was Du da im Web leistest, ist ja weit mehr als nur das sonst übliche Blogschreiben und dergleichen. Du eröffnest Deinen Lesern neue Aussichten auf ihr Leben und beleuchtest die persönlichen Verhältnisse und Beziehungen der vom bisherigen westlichen Denken geprägten Menschen aus einem für viele noch ungewohnten Blickwinkel: das ist eine echte Aufklärungstätigkeit, die eigentlich Bezahlung verdiente. (Möchtest Du kein Buch daraus machen? Da könnte man dann alles in Ruhe an einem Stück lesen.)
Mir fällt an den Reaktionen auf, daß bei etlichen noch ihre alten Glaubenssätze zupacken und zu Kollisionen führen. Ich habe das auch immer erleben müssen; das kann dann manchmal auch nerven und einem den Schwung nehmen. Du hast doch genau den richtigen Ansatz und der sollte nicht verwässert werden, und er hat auch keine Kompromisse mit gestrigem Denken nötig. Deshalb wünsche ich Dir von Herzen, daß Du Deine Beständigkeit und Festigkeit, die Du zu haben scheinst, behältst und weiter unbeirrt und frisch mit Deinem wirklich heilenden und harmonisierenden Wirken fortfährst.
Dein GL