Mein Kommentar zu [diesem Bild] und zur aktuellen Richtung, die diese Kultur eingeschlagen hat, ist in Radio Reschke zu finden.
Hinweis: Besagtes Bild wurde binnen weniger Stunden sowohl bei Tagesschau als auch ZDF spurlos entfernt — womit gleichzeitig meinem Text die ganze Grundlage entzogen wurde. Sehr geschickt, diese unmerkliche Zensur! Es ist jetzt schon des zweite Mal, daß ich hier einen Kommentar zu Nachrichtenseiten schreibe und diese Seiten erfahren in kürzester Zeit wundersame Wandlungen…
(Nachtrag: Am Ende meines Beitrags findet sich nun doch noch ein Link zu ähnlichen Bildern, die ich im Web gefunden habe.)

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29. April 2008, 12:22 um 12:22
Claudia
Weil man auf Radio Reschke nicht kommentieren kann, schreib ich es hierhin:
Ich fuhr mal in diesem Zug durch eben diesen Tunnel, der der längste Deutschlands ist. Und mitten drin kam der Zug zum Stillstand, ein schwacher Geruch nach verbranntem Gummi machte sich breit. Alle Insassen (ja, der Zug zeigte jetzt seinen Charakter als Gefängnis) taten, als wäre nichts, saßen geduldig herum - in mir aber (und vermutlich in allen anderen auch) spürte ich Todesangst. Nach etwa 10 Minuten (eine gefühlte Ewigkeit!), setzte sich der Zug wieder in Bewegung und erreichte in recht langsamer Geschwindigkeit den nächsten Bahnhof, wo wir in einen anderen Zug umsteigen mussten. Es war ein Schaden am Motor…
Seither sind mir diese Züge genauso suspekt wie Flugzeuge. Und doch bin ich mittlerweile weite Strecken geflogen und nach Frankfurt nehme ich den ICE. Vor 1989 brauchte ich für diese Fahrt gut zehn Stunden, heute sind es noch 4 Stunden und 20 Minuten!!! Und ehrlich: hätte ich die Wahl, würde ich vermutlich nicht in den Bummelzug steigen, wenn es ihn noch gäbe! Es sind halt nicht nur Minuten, die da gespart werden…
Wie bei dieser Gelegenheit ans Licht kommt, sind anderswo in Europa die Geleise der Hochgeschwindigkeitsstrecken durch Zäune geschützt. Hierzulande gilt das als “nicht finanzierbar” und wird weitgehend kritiklos von der Presse auch so kolportiert. Die Tunnels sind nicht etwa “sicher”, wie Herr Mehdorn sagt: es gibt gar keine oder zu wenige Fluchtwege, von Kameraüberwachung ganz zu schweigen! Man rast in ein schwarzes Loch und keiner hat die Chance, zu wissen, was da drin ist.
WENN SCHON Hightech, dann aber auch mit allen Sicherheitsstandards! Und jeder sollte sich bewusst sein, dass er sein Leben aufs Spiel setzt, wenn er sich in einen solchen Zug setzt!