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Nun aber endlich mal wieder etwas Positives (nach all den Erwähnungen heutiger Lügenpolitik und Lügenmedienpolitik — die man jedoch auch nicht ausblenden und verdrängen, sondern zur Kenntnis nehmen sollte, aber eben nicht über Gebühr):

Soeben habe ich meinen alten (altbewährten) Beitrag über Adalbert Stifter aus dem Ideenmagazin ins Phönix-Wiki (Adalbert Stifter) eingestellt.

Es ist schon eigenartig, so etwas nach langer Zeit wieder zu lesen. Und ich finde es immer noch gut und in die Tiefe gehend. Und wieder merke ich, wie sehr ich mit meiner Art zu denken und nachzuforschen außerhalb aller heutigen Modetrends stehe. Es ist wie mit Stifters Steinen und Felsen und seiner langen, ernsthaft-gründlichen Beschäftigung damit als Maler wie als Dichter: So etwas steht vollständig jenseits dessen, was an oberflächlichem Trubel daran vorbeihuscht, es steht, bleibt stehen, verändert sich nicht, wird nicht beachtet, steht immer noch dort, wird immer noch nicht beachtet, und steht auch dann noch dort, wenn alles andere längst vergangen ist.

Der Zeitgeist hat mit Stifter nichts zu schaffen. Zwischendurch — man kann eben doch nicht ganz ignorieren, daß dieser Dichter etwas Bedeutsames geleistet hat — wird hie und da aus der überheblichen Warte des Feuilletons ein bißchen gönnerhaftes Getue veranstaltet. “Denken wie der Wald — Stifters »Witiko« ist einer der unbekanntesten und erstaunlichsten Romane der Weltliteratur” schreibt die “Zeit”. Am Ende des Berichts (nein, ich habe ihn nicht gelesen, sondern nur ans Ende geblättert!) fand ich folgende Worte: “Mit Naturromantik hat Stifters Konzept nichts zu tun, auch mit Realismus nichts. Es ist etwas ganz Eigenes, höchst Befremdliches und Großartiges. Es weist zurück in die Tiefe einer unbestimmten Vorzeit, es weist voraus auf die Konvulsionen der Moderne. Wahrscheinlich hat Stifter nicht gewusst, was er da tat. Das verbindet ihn mit vielen großen Schriftstellern. Etwas, von dem er nicht wusste, was es war, trieb ihn dazu an, sich diesem nicht Gewussten schreibend zu nähern.”

“Wahrscheinlich hat Stifter nicht gewusst, was er da tat.” — So etwas versüßt mir den Tag; da gibt es dann etwas, worüber man noch lange herzlich lachen kann. Hauptsache, der journalistische Schreiberling wußte, was er da tat!

Die PHÖNIX-Schule hat nun auch ein eigenes Wiki zum Themenbereich Selbsterkenntnis und Exzellenz, zu dessen öffentlichem Bereich jeder, der beitragen möchte, herzlich willkommen ist.

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