You are currently browsing the tag archive for the 'Aufklärung' tag.
Der hier immer wieder vorkommende Begriff “Schamane” verdient noch eine nähere Erforschung und Ergründung. Insbesondere ist mir schon seit Jahren klar, daß das zu 99% vorherrschende Klischeeverständnis (bei den einen, den rationalistischen Skeptikern: “irgendein größenwahnsinniger Esoterikschwindler, der von sich Dinge behauptet, die er nicht einlösen kann”, oder auf der anderen, genauso bornierten und in Schubladen denkenden Seite: “wunderheilender Übermensch mit magischen Kräften, der ich auch gerne werden würde”) nicht nur dumm und falsch ist, sondern schadet. Ich habe dann herausfinden müssen, daß es mir selber schadet.
Also mußte ich anders vorgehen. Ich habe mir das ganze Thema nochmal von neuem klargemacht und durchgekaut, und zwar von Grund auf. Wenn der Begriff “Schamane” derart entwertet ist, muß ich einen neuen hernehmen, um den Unterschied klarzumachen (denn der Verstand der Menschen funktioniert nun mal so und dagegen anrennen zu wollen hilft überhaupt nichts und ist reine Zeitverschwendung). Also bin ich auf “Lebensschamane” gelangt. Ich könnte auch sagen “Seins-Schamane”, aber das Wort gefällt mir nicht — vom Sinn her paßt es jedoch auch gut. Es geht nämlich darum, als Schamane der zu sein, der man ist, und nicht “Dienstleistungen” zu vollbringen in dem Sinn, daß man an irgendetwas herumbastelt, sei es an Psychen, an “Seelen”, Geistern oder Körpern. Das ist Vor-Aufklärung, da will ich nicht hin, und die, die das möchten, können es dann bitte ohne mich so halten. Mir geht es um die Nach-Aufklärung, und die geht einen Schritt über das rationalistische Denken heutiger Provenienz hinaus. Gebastel ist eben auch Technik, ist dasselbe Denken vom Individuum, das sich einbildet, regelnd und kontrollierend in den Lauf der Dinge eingreifen (und diese natürlich “verbessern” zu können). Der Lebensschamane bzw. Seins-Schamane bastelt nicht, sondern ist. In dem, was er ist, ist er kreativ und inspirierend und trägt zur Harmonisierung bei — denn das geschieht dann ganz automatisch und ist gar nicht mehr zu vermeiden. So wie ein Vogel ein Lied singt — weil er so ist, und egal, ob einer das Lied hört oder nicht. Genauso haben große Künstler (Schriftsteller, Komponisten usw.) ihre Werke vollbracht — weil sie “mußten”, weil es Teil ihres So-Seins war, weil sie gar nicht anders konnten. Es nicht zu tun hätte sie todunglücklich gemacht.
Um dieses Thema schreibend und publizierend zu erforschen, habe ich die brachliegende Domain schamanenschule.de reaktiviert und arbeite dort an vorläufigen, sich ändernden Texten herum. Wer möchte, kann das dort gerne mitverfolgen.
Unter diesen ganzen uninteressanten Texten kommt auch das vollends uninteressante Thema “Sexualität, unterdrückte Sexualität, sexuelle Erpressung und deren Folgen” vor. Ich jedenfalls finde es zunehmend interessanter, vor allem seit ich merke, daß ich mich lebenslang wegen Dingen (angeblichen Versäumnissen und falschen Verhaltensweisen) schuldig gefühlt habe, an denen ich gar nicht schuld gewesen bin.

Neueste Kommentare